Kleine Veränderungen mit großer Wirkung – Tourismusbetriebe und Markenentwicklung

Ein Kommentar von Peter Grander, B. A. (con.os tourismus.consulting gmbh)

Erfolgreiche Markenbildung geht mit der konsequenten Umsetzung einer strategisch fundierten Corporate Identity einher. Wiedererkennung und die Vermittlung der Unternehmenswerte sind zwei der wichtigsten Pfeiler von Corporate Identity. Im Bereich der Gastronomie hat sich die Umsetzung von Corporate Identity-Maßnahmen erst in Ansätzen durchgesetzt. Der Verkauf, die Kommunikation mit dem Kunden bzw. dem Gast, beginnt bereits am Eingang, noch bevor der potentielle Gast einen Fuß in das Restaurant gesetzt hat. Hier muss er „abgeholt“, werden, angesprochen und eingeladen werden. Eine Kunst, die im Detail fußt.

Akute Betriebsblindheit mit Folgen

Man sieht es immer wieder – lieblose, demotivierte und für den Gast abschreckende Beschriftungen von Tagesangeboten in und vor Tourismusbetrieben. Sei es auf der Alm, der Skihütte oder vor der Eingangstür zum 4-Sterne-Haus, hier wird gut und gerne gekritzelt und verschnörkelt, was das Zeug hält. Den Eingangsbereich eines Tourismusbetriebes könnte man mit einem Schaufenster vergleichen. Bei Interesse bleibt man stehen, überprüft in wenigen Sekunden, ob Kriterien wie Sauberkeit, Seriosität etc. entsprochen wird und entscheidet sich für oder gegen den Lokalbesuch. Der Touristiker gibt effektiv vor, welche Entscheidungshilfen er dem potentiellen Gast in die Hand gibt, sprich, wie er sein Schaufenster gestaltet. Lieblose oder gar fehlerhafte Ankündigungen von Tagesgerichten lassen den Gast intuitiv an der Qualität der Speisen zweifeln.

Checkliste

In regelmäßigen Abständen sollte sich der Touristiker gemeinsam mit seinem Team folgende Fragen stellen:

- Entspricht die grafische Gestaltung unseres Angebots auch der Qualität der gebotenen Leistungen?
- Sind die Blickfänger unseres Betriebes so gestaltet, dass sie den Gast ansprechen?
- Wie steht es um die Sauberkeit, Aktualität etc. unserer Schilder, Visitenkarten, Menükarten etc.?
- Welchen Ersteindruck erwecken wir beim Gast?
- Gestalten wir Angebote und Packages attraktiv und ansprechend – auch auf dem Papier?

Damit sich eine Marke, ein Unternehmen, langfristig weiterentwickelt, bedarf es der Umsetzung einer umfassenden Kommunikationsstrategie. Doch ganz am Anfang stehen die kleinen Dinge, die man gerne übersieht – die Rechtschreibfehler in der Menükarte oder die im Vorbeigehen beschriftete Angebotstafel.

Peter Grander, BA Österreichs Jungkoch des Jahres 2006, absolvierte das Studium Management für Tourismus und Freizeitwirtschaft. Seit 2010 ist er als Consultant mit Spezialisierung auf Genuss und Kulinarik bei der con.os tourismus.consulting gmbh tätig.

BU Beschilderung1: Ein absoluter Blickfang ist diese Menüankündigung auf dem Weg zu einer Almhütte. Von Weitem sichtbar, attraktiv und ansprechend gestaltet wirkt die Beschilderung sehr einladend.

BU Beschilderung2: Chaotisch hingegen wirkt diese Menütafel, was das Vertrauen des Gastes negativ beeinflussen wird.

Bildrechte jeweils: con.os/Grander

Pressekontakt:

Peter Grander, BA
con.os tourismus.consulting gmbh
Hietzinger Hauptstraße 45/1
A-1130 Wien
Tel.: +43/1/306 06 06
p.grander@conos.co.at
www.conos.co.at

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